2,300 千米!
Das Great Barrier Reef ist ein riesiges System aus Korallenriffen vor der Nordostküste Australiens. Es erstreckt sich über etwa 2.300 Kilometer entlang der Küste von Queensland. Es ist keine einzelne Korallenmauer, sondern eine Kette aus etwa 3.000 einzelnen Riffen sowie rund 1.050 Inseln. Stand 2026 ist es das größte Korallenriff-Ökosystem der Welt.
Die Great Barrier Reef Marine Park Authority, die australische Behörde, die das Riff verwaltet, gibt seine Länge entlang der Küste mit 2.300 Kilometern an. National Geographic nennt die gleiche Zahl. Das Riff erstreckt sich über 14 Breitengrade, von 10 bis 24 Grad südlicher Breite, was einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 1.550 Kilometern entspricht. Seine tatsächliche Länge ist größer, weil es schräg zu den Breitengraden verläuft.
Von der Festlandküste aus reicht das Riffsystem bis zu 250 Kilometer weit hinaus aufs Meer. Der Meerespark, der es schützt, umfasst 344.400 Quadratkilometer. Seine Inseln reichen von kleinen Sandinseln auf den Riffen, sogenannten Cays, bis zu großen, zerklüfteten Inseln, von denen eine sich mehr als 1.100 Meter über das Meer erhebt.
Korallenriffe werden hauptsächlich von Steinkorallen aufgebaut, kleinen Tieren, die Skelette aus Kalziumkarbonat bilden, dem Mineral, aus dem Kalkstein besteht. Schicht für Schicht formen die Skelette ein Kalksteingerüst, das von einer dünnen Schicht lebender Koralle bedeckt ist. Korallenalgen, Schwämme, Weichtiere und andere Lebewesen tragen ebenfalls dazu bei.
Viele riffbildende Korallen beherbergen winzige Algen in ihrem Gewebe. Die Algen nutzen Sonnenlicht, um Nahrung herzustellen, und teilen sie mit der Koralle. Wird das Wasser zu warm, stoßen die Korallen die Algen ab und werden weiß – ein Vorgang, den man Bleiche nennt. Bleiche tötet Korallen nicht immer, aber starke Hitze kann große Mengen an Korallen absterben lassen.
Die Behörde verwaltet das Riff seit 1975 aufgrund eines in jenem Jahr verabschiedeten Gesetzes, und der Meerespark wurde zwischen 1979 und 2001 in Abschnitten ausgewiesen. 1981 wurde das Riff zum Weltnaturerbe erklärt, als erstes Korallenriff-Ökosystem der Welt überhaupt. Es beherbergt etwa 1.625 Fischarten und sechs der sieben weltweit vorkommenden Meeresschildkrötenarten.
Stand 2026 nennt die Behörde den Klimawandel als größte Bedrohung für das Riff. Marine Hitzewellen, Phasen ungewöhnlich warmen Meerwassers, haben Massenbleichen ausgelöst, bei denen Korallen in großen Teilen des Riffs gleichzeitig bleichen. Das geschah 2016, 2017, 2020, 2022 und 2024 sowie in früheren Jahren.