3,100 quilômetros!
Europa ist einer der vier großen Monde des Jupiter und hat einen Durchmesser von etwa 3.120 Kilometern. Das ist sein mittlerer Durchmesser, etwas weniger als die Breite des Mondes. Europa ist von einer Eisschicht bedeckt, und Wissenschaftler vermuten, dass darunter ein salziger Ozean liegt.
Die NASA gibt Europas mittleren Radius mit 1.560,8 Kilometern an. Der mittlere Radius ist der Radius einer perfekten Kugel mit demselben Volumen wie Europa. Verdoppelt man ihn, ergibt sich ein mittlerer Durchmesser von etwa 3.120 Kilometern. Das Jet Propulsion Laboratory der NASA nennt denselben Radius, der auf 0,3 Kilometer genau bekannt ist.
Europa ist der kleinste der vier Monde, die Galileo Galilei 1610 um Jupiter entdeckte und die heute die Galileischen Monde genannt werden. Die anderen drei, Io, Ganymed und Kallisto, sind alle breiter.
Wissenschaftler vermuten, dass Europas Eispanzer 15–25 Kilometer dick ist. Darunter liegt ein Ozean, der 60–150 Kilometer tief ist. Europa ist nur ein Viertel so breit wie die Erde, doch sein Ozean könnte etwa doppelt so viel Wasser enthalten wie alle Ozeane der Erde zusammen.
Der beste Beleg für den Ozean stammt von der NASA-Raumsonde Galileo, die Jupiter und seine Monde von 1995 bis 2003 erforschte. Galileo stellte fest, dass Europa Jupiters Magnetfeld auf eine Weise stört, die auf eine tiefe Schicht salzigen Wassers hindeutet. Eine künftige Mission muss dies noch bestätigen.
Europa hat nur sehr wenige Krater, weshalb seine Oberfläche jung ist. Je nachdem, welche Kraterzählung zugrunde gelegt wird, ist sie höchstens 40 bis 90 Millionen Jahre alt. Rötlich-braune Risse durchziehen das Eis, manche über Tausende von Kilometern. Weil die Oberfläche aus Eis besteht, reflektiert Europa 5,5-mal so viel Sonnenlicht wie der Mond.
Die Risse entstehen wahrscheinlich durch Gezeitenkräfte. Io, Europa und Ganymed ziehen einander in einem festen Rhythmus an: Auf jeden Umlauf Ganymeds kommen zwei Umläufe Europas und vier Umläufe Ios. Diese Anziehung hält Europas Umlaufbahn leicht gestreckt, sodass sich Jupiters Anziehungskraft auf Europa ständig ändert. Der wechselnde Zug dehnt und entspannt Europa abwechselnd, wodurch das Eis vermutlich aufreißt.
Die NASA-Raumsonde Europa Clipper startete am 14. Oktober 2024 und soll Jupiter im April 2030 erreichen. Sie wird Jupiter umkreisen und 49 nahe Vorbeiflüge an Europa durchführen. Ihr Hauptziel ist herauszufinden, ob es unter dem Eis Orte gibt, die Leben ermöglichen könnten.