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How big is Lagunennebel?

950 petameter!

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Lagunennebel

Der Lagunennebel ist eine riesige Wolke aus Gas und Staub, in der neue Sterne entstehen, etwa 4.300 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Schütze. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, etwa 9,46 Billionen Kilometer. Der Nebel ist etwa 100 Lichtjahre groß, das sind 950 Billionen Kilometer. Seinen Namen verdankt er einem breiten, dunklen Band in Form einer Lagune, das sein leuchtendes Gas in zwei Teile teilt.

Größe

Der Lagunennebel ist eine H-II-Region, eine Wolke aus Wasserstoff, die leuchtet, weil ultraviolettes Licht massereicher junger Sterne den Atomen Elektronen entrissen hat. Die Europäische Südsternwarte (ESO) beschreibt ihn als eine riesige, 100 Lichtjahre große Wolke. Ein Katalog dieser leuchtenden Wolken von 1959 gibt seine Breite am Himmel mit 90 Bogenminuten an, also 1,5 Grad, wobei eine Bogenminute 1/60 Grad ist.

2019 maßen Astronomen mit dem Weltraumteleskop Gaia die Entfernung zu etwa 900 jungen Sternen des Nebels. Sie kamen auf etwa 4.300 Lichtjahre, und bei dieser Entfernung entsprechen 90 Bogenminuten etwa 110 Lichtjahren. Seiten von NASA und ESO nennen Werte zwischen etwa 4.000 und 5.200 Lichtjahren.

Wie andere leuchtende Wolken verblasst der Nebel allmählich, weshalb seine Größe davon abhängt, wie viel vom schwachen Leuchten mitgezählt wird. Eine Studie von 2017, die das Gas über die gesamte Fläche des Nebels kartierte, verwendete eine Aufnahme von etwa 66 mal 41 Lichtjahren. Der Nebel selbst ist der leuchtende Teil einer viel größeren, dunkleren Gaswolke, die sich über etwa 160 Lichtjahre erstreckt.

Größenvergleiche

  • Der Lagunennebel ist etwa viermal so breit wie der Orionnebel, der sich über etwa 24 Lichtjahre erstreckt.
  • Er misst etwa das 24-Fache der Entfernung von der Sonne zu Proxima Centauri, dem nächstgelegenen Stern.
  • Die Scheibe der Milchstraße, etwa 100.000 Lichtjahre groß, ist etwa 1.000-mal so breit wie der Lagunennebel.
  • Am Himmel ist der Nebel fast dreimal so breit wie der volle Mond.
  • Wäre der Lagunennebel auf die Länge eines Marathons geschrumpft, 42,195 Kilometer, wäre die Umlaufbahn von Neptun etwa 40 Zentimeter groß. Proxima Centauri wäre dann etwa 1,8 Kilometer von der Sonne entfernt.

Wo Sterne entstehen

Der junge Sternhaufen NGC 6530 liegt nahe der Mitte des Nebels, leicht davor. Seine Sterne sind erst 1 bis 2 Millionen Jahre alt. Der größte Teil des ultravioletten Lichts, das das Gas zum Leuchten bringt, stammt von zwei massereichen Sternen, 9 Sagittarii und HD 165052.

Über den Nebel verstreute dunkle Flecken sind dichte Wolken aus Gas und Staub, die unter ihrem eigenen Gewicht kollabieren und daraus neue Sternhaufen bilden werden. Die kleinsten dieser Wolken werden Globulen genannt. Nahe dem Zentrum enthält eine kleine Region namens Sanduhr zwei sich windende, tornadoartige Gastrichter, jeweils etwa ein halbes Lichtjahr lang.

Den Lagunennebel beobachten

Der italienische Astronom Giovanni Battista Hodierna entdeckte den Lagunennebel 1654. Er ist auch als Messier 8 aus dem Katalog von Charles Messier bekannt. Unter dunklem Himmel ist er schwach mit bloßem Auge zu erkennen und zeigt sich deutlich im Fernglas oder einem kleinen Teleskop. Die NASA nennt August als besten Monat zur Beobachtung.

Quellen

  • The Trilogy is Complete. European Southern Observatory, 2009.
  • Sneak Preview of Survey Telescope Treasure Trove. European Southern Observatory, 2014.
  • Messier 8 (The Lagoon Nebula). NASA.
  • The Gaia-ESO Survey: Asymmetric expansion of the Lagoon Nebula cluster NGC 6530 from GES and Gaia DR2. Wright et al., Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, 2019.
  • The Gaia-ESO Survey: dynamics of ionized and neutral gas in the Lagoon nebula (M8). Damiani et al., Astronomy & Astrophysics, 2017.
  • Catalogue of HII Regions. Sharpless, Astrophysical Journal Supplement Series, 1959.
  • Deepest Ever Look into Orion. European Southern Observatory, 2016.
  • Measuring the Universe. International Astronomical Union.
  • Proxima's orbit around Alpha Centauri. Kervella et al., Astronomy & Astrophysics, 2017.
  • Our Milky Way Galaxy: How Big is Space?. NASA.
  • Moon Fact Sheet. NASA, 2024.
  • Marathon. World Athletics.
  • Neptune Fact Sheet. NASA, 2024.

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Maßstab des Universums > Lagunennebel
Nordamerikanebel
Der Nordamerikanebel erscheint sehr groß. Er hat fast die vierfache Ausdehnung des Vollmondes. Er ist nur sehr dunkel … daher … weißt du … braucht man lange Belichtungszeiten, um ihn zu sehen.
Adlernebel
Der Adlernebel ist eine gigantische Sternenbrutstätte. Kannst du die Säulen der Schöpfung darin erkennen? Bitte beachte, dass dieses Bild einem Falschfarbenbild entspringt. Die echte Farbe des Nebels ist etwas mehr in Richtung rosa, das liegt an der stark ausgeprägten H-Alpha Spektralline von ionisierten Wasserstoffs.
Höhlennebel
Der Höhlennebel ist ein sehr diffuser Nebel. Natürlich sind die meisten so großen Nebel dünn, daher braucht man lange Belichtungszeiten, um sie zu sehen. Der Höhlennebel wird auch Sh2-155 oder Caldwell 9 genannt.
Rosettennebel
Der Rosettennebel ist sehr groß, aber sehr dünn. Er sieht aus wie eine feurige Rose und wie ein rosiges Feuer. Er ist etwa 5.000 Lichtjahre von uns entfernt und hat eine Masse von 10.000 Sonnen (3 Milliarden Erden).
Omega Centauri
Omega Centauri ist der hellste Kugelsternhaufen. In seinem Zentrum stehen die Sterne sehr dicht beieinander. Sie sind dort 0,1 Lichtjahre voneinander entfernt, das ist 2% des Abstandes der Sonne zum nächsten Stern. (Das ist wirklich nah!)
Messier 54
Messier 54, auch M54 oder NGC 6715 genannt, ist ein Kugelsternhaufen. Er ist in der Sagittarius-Zwerggalaxie anzutreffen, was bedeutet, dass er der erste entdeckte Kugelsternhaufen außerhalb der Milchstraße ist.

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